Philips Videopac G7000

Das Philips Videopac G7000 war eine Konsole mit vielen Namen: In Europa erschien sie unter dem Namen Philips G7000, in Brasilien als Philips Odyssey und in den USA als Magnavox Odyssey². Dieser internationale Markenmix hatte seinen Ursprung in der Tatsache, dass Philips nicht bloß eine Lizenz erwarb, sondern 1974 Magnavox vollständig übernahm – also vier Jahre vor der Veröffentlichung des Systems. Dies ermöglichte es dem niederländischen Unternehmen, den in den USA etablierten Namen „Odyssey“ weiterzuführen, obwohl die Entwicklung der Konsole längst in Eindhoven stattfand.
Während die ursprüngliche Odyssey² von Magnavox noch auf fest verankerte Spiele ohne Modulschacht setzte – 24 Spiele sollten dauerhaft integriert sein – verwarf Philips dieses Konzept zugunsten eines flexibleren Designs. Dieser frühe Prototyp stellte sich bald als unpraktisch heraus: Keine Möglichkeit zur Erweiterung, rudimentärer Ton und fehlende Zukunftssicherheit machten ihn zu einem Relikt aus der Frühzeit der Videospiele. Erst mit dem Einstieg von Philips wurde der Systementwurf grundlegend überarbeitet. Die Entwicklung verlagerte sich nach Europa, und mit ihr kam der technische Sprung: ROM-Module ersetzten feste Verdrahtungen, und erstmals konnten Entwickler individuelle, eigenständige Spiele kreieren, die sogar Musik und Soundeffekte boten. Damit bewegte sich Philips auf Augenhöhe mit anderen Konsolenherstellern der späten 1970er-Jahre.
Die Veröffentlichung der Konsole erfolgte 1978. Ihr Herzstück war der Intel 8048, ein 8-Bit-Mikrocontroller mit 1 KB Programmspeicher und 64 Byte RAM. Die CPU war eng gekoppelt mit dem Intel 8245 Grafikchip, der eine Bildschirmauflösung von 160 × 200 Pixeln ermöglichte. Die maximal darstellbaren Farben lagen bei 16, wovon in der Praxis jedoch meist nur acht gleichzeitig genutzt wurden. Das integrierte Betriebssystem war in erster Linie auf das Lesen von ROM-Modulen sowie die Verarbeitung einfacher Tastatureingaben ausgelegt.
Besonders auffällig war die vollständige alphanumerische Membrantastatur – ein Novum auf dem Konsolenmarkt. Sie wurde bei Lernspielen, zur Einstellung von Optionen sowie bei Programmierfunktionen eingesetzt. Der Ton wurde über den eingebauten Soundchip des 8048 erzeugt, der allerdings nur einfache, einstimmige Klänge beherrschte. Dennoch reichte dies aus, um einfache musikalische Motive oder Spielsounds darzustellen.
Der Preis der Konsole lag zur Veröffentlichung bei etwa 180 US-Dollar. Inflationsbereinigt entspricht dies etwa 700 Euro (Stand 2025), was sie zu einer mittelpreisigen Konsole machte. Im Lieferumfang enthalten waren zwei Joysticks mit numerischen Tastenfeldern – bei frühen Modellen wechselbar, bei späteren fest installiert. Letzteres erwies sich als problematisch, da defekte Joysticks nicht ohne Weiteres austauschbar waren.
Die Konsole bot einen RF-Anschluss für den Anschluss an Fernseher sowie einen proprietären Erweiterungsanschluss auf der Rückseite, über den Zubehör wie der legendäre Sprachsynthesizer „The Voice“ angeschlossen werden konnte. Auch ein später nie erschienener Speichererweiterungsadapter wurde angekündigt. In Europa erschien zudem mit dem Philips Videopac 7200 eine Variante mit integriertem Schwarzweiß-Monitor, die allerdings nur in sehr begrenzten Stückzahlen verkauft wurde.
Insgesamt wurden weltweit rund zwei Millionen Einheiten des Systems verkauft, davon etwa eine Million in den USA. Damit war das G7000 beziehungsweise die Odyssey² die drittmeistverkaufte Konsole ihrer Generation – hinter Atari und Coleco. Ein großes Problem bestand in der begrenzten Anzahl externer Entwickler: Nur wenige Studios produzierten Spiele für die Plattform, was der Softwarevielfalt schadete. Philips nutzte jedoch seinen europäischen Marktanteil, um zahlreiche europäische Exklusivtitel auch in die USA zu exportieren.
Der integrierte Sprachsynthesizer, der in Kombination mit bestimmten Spielen wie "K.C.'s Krazy Chase!" zum Einsatz kam, war eine technische Besonderheit. Sprachsynthese war damals ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dennoch konnte das G7000 dem Atari 2600 oder ColecoVision keine Marktanteile abjagen – zu klein war die Third-Party-Unterstützung, zu begrenzt die Hardware.
Ein interessanter Aspekt der Geschichte ist der Prototyp der Konsole. Die erste Entwicklungsstufe, die noch unter Magnavox entstand, setzte auf ein Modell ohne Modulschacht. Stattdessen waren 24 Spiele fest in das System integriert. Dieser frühe Entwurf war wenig flexibel und technisch nicht zukunftstauglich. Zudem fehlte eine differenzierte Tonerzeugung, die Benutzerführung war stark eingeschränkt, und eine Tastatur war nicht vorgesehen. Erst durch das Eingreifen von Philips kam es zum Wechsel hin zu einem modulbasierten System mit mehr Möglichkeiten für Entwickler und Nutzer. Auch andere Prototypen wurden getestet – darunter Varianten mit vereinfachtem Steuerlayout oder einem integrierten Bildschirm. Ein speziell für die Odyssey² entwickelter Grafikchip wurde verworfen, da der Intel 8245 kostengünstiger und einfacher zu integrieren war.
Die Entwickler der Konsole verdienen besondere Erwähnung: Angeführt wurde das technische Team von Ralph Baer, dem Vater der Heimvideospielkonsole, der bereits für die erste Odyssey verantwortlich war, allerdings nicht mehr direkt an der G7000 beteiligt war. In Europa übernahm ein Team unter Leitung von Henk Rogers und weiteren Philips-Ingenieuren die Umsetzung. Viele Namen blieben ungenannt, was der damaligen Praxis großer Elektronikkonzerne entsprach.
Trotz technischer Limitierungen war das Philips G7000 ein faszinierender Versuch, Lerninhalte und Unterhaltung zu kombinieren. Vorteile waren die Tastatur, die Erweiterungsmöglichkeiten und das saubere, oft klare Videobild. Nachteile lagen in der schwachen Audioleistung, der geringen Softwarevielfalt und den fest verbauten Joysticks späterer Modelle. In der Rückschau bleibt das G7000 ein wichtiger Meilenstein in der Konsolengeschichte – nicht als kommerzieller Gigant, aber als Brücke zwischen Lernspielsystemen und klassischen Heimkonsolen.

Das französische Unternehmen Réalisation d'Études Électroniques (R2E), 1971 von André Truong Trong Thi und François Gernelle gegründet, stellte bereits zwei Jahre später, im Februar 1973 den Mikrocomputer Micral N vor, der zu dem ersten kommerziell erhältlichen Mikrocomputer gezählt werden darf, die mit einem Mikroprozessor ausgestattet waren.
Die Radio Corporation of America (RCA), 1919 gegründet auf Initiative des US-Marineministeriums, hatt im Laufe ihrer Geschichte schon seit 1956 Computer hergestellt. RCAs erster kommerzieller Computer beispielsweise war der BIZMAC, ein riesiger Vakuumröhrenrechner mit bis zu 30.000 Röhren und 70.000 Dioden. Er wurde hauptsächlich für militärische Zwecke entwickelt, insbesondere zur Unterstützung des Mutual Assistance Program (MAP). Trotz RCAs Pionierarbeit im Bereich der Transistortechnologie entschied man sich bei diesem Modell für die Vakuumröhrentechnologie.
Das ECD Corporation Micromind war ein bemerkenswertes frühes Mikrocomputermodell, das 1977 entwickelt wurde und ab 1977 mit kommerziellen Anzeigen von der ECD Corporation präsentiert wurde. Die Firma wurde 1974 von Ronald Todd, Jerry Roberts und Richard Eckhardt gegründet und hatte ihren Sitz in Cambridge, Massachusetts. Ronald Todd war ein erfahrener Elektronikingenieur, Jerry Roberts hatte sich auf Software spezialisiert, und Richard Eckhardt brachte unternehmerische Erfahrung mit. Ihre Zusammenarbeit führte zu einem technisch innovativen, aber kommerziell wenig erfolgreichen Produkt. Ursprünglich begann das Unternehmen mit elektronischen Messgeräten, bevor es sich der Entwicklung von Mikrocomputern widmete.




Der VC 20, oft auch als VIC-20 bezeichnet, markierte einen Wendepunkt in der Heimcomputer-Revolution und wurde von Commodore als günstiger und benutzerfreundlicher Einstieg in die digitale Welt konzipiert. Seine Entstehungsgeschichte ist eng verknüpft mit der Vision von Jack Tramiel, der als charismatischer CEO von Commodore – ein Überlebender, der sich vom Leid der Vergangenheit in die Zukunft kämpfte – den Anspruch verfolgte, „Computer für die Massen“ zu erschwinglichen Preisen anzubieten. In Zusammenarbeit mit talentierten Ingenieuren wie Robert Russell, Bill Seiler und dem visionären Al Charpentier, der maßgeblich an der Entwicklung des Grafikchips beteiligt war, entstand ein Gerät, das durch seinen günstigen Preis, seine Zugänglichkeit und seine innovative Technik bestach.
Die Vorgänger PCW 8512 und PCW 8256 waren erfolgreich genug, um das Unternehmen Amstrad 1987 dazu zu bewegen einen Nachfolger, unter dem Namen PCW 9512, zu veröffentlichen. Die Entwicklung des PCW 9512+ wurde maßgeblich von Locomotive Software vorangetrieben. Dieses britische Unternehmen, gegründet von Richard Clayton und Chris Hall, war verantwortlich für die Entwicklung von LocoScript sowie anderer Software für Amstrad. Ihre Expertise trug wesentlich zum Erfolg der PCW-Serie bei. Locomotive BASIC und die robuste, fehlerfreie Softwarearchitektur machten die Systeme trotz bescheidener Hardware angenehm stabil.
Zu den Anschlüssen gehörten ein Standard-Videoausgang, ein RGB-Ausgang für hochwertige Bildsignale, zwei Joystick-Ports, ein Centronics-Druckeranschluss sowie eine serielle Schnittstelle für Modems oder andere externe Geräte. Besonders bemerkenswert war der integrierte Diskettencontroller, der standardmäßig zwei 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerke unterstützte, was für die Zeit ein bedeutender Vorteil gegenüber Konkurrenzmodellen mit Kassettenlaufwerken oder nur einem Diskettenlaufwerk war. An der Vorderseite des Rechners befinden sich Schieberegler, mit denen der Farbton, die Sättigung oder der Ton variiert werden konnten.
Der National CF-2000, eingeführt im Oktober 1983, war ein MSX1-Computer, hergestellt von der japanischen Firma Matsushita Denki, die in Japan unter der Marke National und international als Panasonic bekannt war. Dieses Modell war Teil der "King-Kong"-Produktlinie von National und wurde speziell für den japanischen Markt entwickelt.