Pipe Mania / Pipe Dream – 1989 by The Assembly Line
Knobeleien und Hirnverknotungen waren schon immer beliebt: ob Galgenmännchen, Käsekästchen oder Brettspiele wie Mastermind, dort wo es rauchte, knobelte man den Lösungen (oder es wurde auf dem Schulhof in einer nicht einsehbaren Ecke die Zigarette herumgereicht). Mit Tetris, vor allem als To Go Version mit dem Gameboy, waren schon bald auch Tante Hedwig und Onkel Günther aus dem allerletzten Dorf Deutschlands infiziert. Der Song Korobeiniki („Die Hausierer“), besser bekannt unter dem Namen Track A, brannte sich ebenfalls in die Hirnrinde. Häufig spielen Akkordeonspieler in den Altstädten diese Melodie und lassen die Schreiber dieser Zeilen in wohligen Erinnerungen schwelgen. Nintendo hatte, zusammen mit Erfinder Alexey Pajitnov, den Markt der Puzzlegames übernommen, plattgewalzt und zementiert.
Selbstverständlich hatten auch andere Hersteller sehnlichst gehofft aus diesem Markt Fuß zu fassen, sei es mit Tetris Klonen, die es zuhauf gab und teilweise auch von Pajitnov selbst auf den Markt geworfen wurden (man denke nur an Welltris, Hatris oder Faces...tris III) oder aber mit originellen Eigenkonzepten (die zumeist jedoch auch auf älteren Spielen basierten).

Der britische Entwickler The Assembly Line arbeitete ebenfalls an einem eigenen Denkspiel, dessen Ursprünge sich bis in das Jahr 1982 zurückverfolgen lassen. In diesem Jahr präsentierte Konami das Logikspiel Guttang Guttong, das international als Loco-Motion verkauft wurde. Loco-Motion hatte das Spielprinzip jedoch ebenfalls nicht erfunden, sondern adaptierte die zu jener Zeit überall präsenten Schiebepuzzle, die in Cornflakes Schachteln ebenso zu finden waren, wie auch als Trostpreise auf den überall stattfindenden Jahrmärkten. Ziel ist es durch simples Schieben jeweils einer Kachel die richtige Zahlenreihenfolge oder aber ein Bild herzustellen. Diese Mechanik findet sich auch in Pipe Mania wieder: das Spielfeld ist in ein Raster aufgeteilt und ermöglicht das Setzen von Kacheln, die mit einem Röhrenmuster versehen sind und auf der linken Bildschirmseite gestapelt angezeigt werden. Bei der Wahl eines Rasterfeldes wird die unterste Kachel platziert, die jedoch nicht gedreht werden kann. Ziel des Spieles ist es, das ausfließende „Flooz“ oder „Goo“ zu kanalisieren, dass sich nach einer bestimmten Zeit seinen Weg bahnt. Konntet Ihr eine Mindestanzahl an Kacheln verlegen, ist der Weg in das nächste Level frei. Mit jedem Levelabschluss legten die Programmierer die Messlatte höher: sind zu Beginn die Mindestlängen noch locker zu bewerkstelligen, beginnen diese in höheren Levels in Arbeit auszuarten. Dazu kommen höhere Fließgeschwindigkeiten des „Flooz“ oder Hindernisse auf dem Raster, die das Setzen von Kacheln erschwert.
Pipe Mania, das in den Staaten unter dem Namen Pipe Dream erschien, war erfolgreich genug, um selbst zahlreiche Klone entstehen zu lassen. Nokia installierte den Klon Canal Control auf etliche Modelle ihrer Handys.
Das Spielprinzip fand sich später auch als Minispiel in BioShock zum Hacken von Automaten, Kameras oder Robotern. Aber auch Saints Row IV und einige andere Spiele nutzten das Prinzip für ihre Zwecke. So nutzt Nintendo ein ähnliches Gameplay für ihren Titel „Mario and Donkey Kong: Minis on the Move“. Microsoft sah damals Potential in dem Titel und veröffentlichte diesen in ihrem Microsoft Entertainment Pack for Windows, dass zwischen 1990 und 1994 mit unterschiedlichen Games veröffentlicht wurde und über 500.000 mal über den Ladentisch wanderte.

























Die frühen Computertage waren immer wieder für eine Überraschung gut. Beispielsweise stellte Xerox mit dem Modell 860 eine Maschine vor, die scheinbar in keine Schublade passte. Obwohl die Komponenten eindeutig auf einen Computer schließen ließen, war seine Hauptaufgabe die Textverarbeitung, auch wenn heute noch viele Anwender aus der damaligen Zeit dem widersprechen. Der Monitor ist jedoch ein wichtiges Indiz für die Theorie der Textverarbeitung. Dieser stand um 90° angewinkelt und glich nun eher einer DIN A4 Seite. Zudem sollte erwähnt werden, dass Xerox selbst das Produkt als Textverarbeitungscomputer angepriesen hatte. Das der Xerox 860 jedoch auch andere Aufgaben bewerkstelligen konnte, steht auf einem anderen Blatt). 70 Zeilen mit 102 Zeichen standen dem Anwender zur Verfügung. Dabei war der Text schwarz auf weißem Hintergrund. Optional konnten die Einstellung invertiert werden. Der 860 beherrschte nur den reinen Textmodus und konnte keine Grafiken einbinden.









war kein eigenständiges Modell, sondern eine Variante des Amiga 2000, die in einem identischen Gehäuse untergebracht und ausschließlich in Großbritannien verkauft wurde. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern stellte er somit eher einen Zwischenschritt dar. Wie beim Amiga 2000 war auch der Prozessor des Amiga 1500 gesockelt und konnte durch einen Motorola 68010 ersetzt werden. Darüber hinaus bot der Computer einen Prozessorsteckplatz, der die Erweiterung mit Turbokarten ermöglichte, um leistungsstärkere CPUs zu integrieren. Eine der Neuerungen des Amiga 1500 war die Ausstattung mit 1 MB Chip-RAM (anstatt der vorherigen 512 KB Chip-RAM und 512 KB Fast-RAM). Zudem kam das Betriebssystem AmigaOS 1.3 zum Einsatz, das nun auch das Booten von alternativen Medien jenseits des Floppy-Laufwerks ermöglichte – eine Funktion, die bereits in OS 1.2 enthalten war, jedoch aufgrund eines Fehlers dort nicht genutzt werden konnte. Der Amiga 1500 war zudem von Anfang an mit zwei 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerken ausgestattet, die jeweils eine Kapazität von 880 KB boten.
Etliche Nationen des Ostblocks schienen das Potenzial der Computerbranche besser verstanden zu haben als so mancher westeuropäische Staat. Dies lässt sich nur damit erklären, dass hier eine große Anzahl unterschiedlicher Computer entwickelt wurde, die den Bürgern das neue Medium näherbrachten. Es ist jedoch zu beachten, dass in diesen Ländern Urheberrechte offenbar nicht immer ernst genommen wurden (insbesondere, wenn diese Rechte in Westeuropa lagen), weshalb zahlreiche Modelle auf westeuropäischen Computern basierten oder komplette Nachbauten darstellten – nur eben ohne Lizenz.




In den 1970er Jahren hatte sich Intel mit seinen Prozessoren, allen voran dem Intel 8008 und dem späteren 8080, einen guten Ruf erarbeitet. Der Intel 8080 war das Herzstück vieler frühe Personal Computer und das Betriebssystem CP/M wurde ursprünglich für diesen Prozessor entwickelt, was ihm eine breite Nutzerbasis verschaffte. Doch die Konkurrenz holte schnell auf: Zilog hatte mit dem
Midnight Resistance ist ein Side-Scrolling-Run-and-Gun-Videospiel, das 1989 von Data East für Arcade-Automaten entwickelt und veröffentlicht wurde. Es wurde später auf verschiedene Heimcomputer und Konsolen portiert, darunter das Sega Mega Drive, den Commodore 64, den Amiga und den Atari ST.






Der Zilog Z80 war nicht nur ein technologischer Erfolg, sondern auch ein Meilenstein in der Geschichte der Mikroprozessoren. Neben seiner engen Verwandtschaft zum Intel 8080, mit dem er binärkompatibel war, zeichnete sich der Z80 durch eine Reihe von technischen und architektonischen Besonderheiten aus, die ihn besonders attraktiv für die Entwickler von Mikrocomputern und eingebetteten Systemen machten. Der Z80 war ein 8-Bit-Prozessor, der 1976 von Zilog auf den Markt gebracht wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen 8-Bit-Prozessoren, die in den 1970er Jahren entwickelt wurden, verfügte der Z80 über eine besonders ausgeklügelte Architektur, die ihm sowohl Flexibilität als auch eine hohe Leistungsfähigkeit verlieh. Der Prozessor hatte insgesamt 80 Pins, was ihn zu einem vergleichsweise großen Chip machte. Der Z80 hatte einen 16-Bit-Adressbus, der es ihm ermöglichte, bis zu 64 KB Arbeitsspeicher direkt anzusprechen. Der 8-Bit-Datenbus war typisch für Prozessoren jener Zeit, ermöglichte jedoch eine effiziente Datenverarbeitung, die für die damaligen Mikrocomputer vollkommen ausreichend war.

