Archon: The Light and the Dark - 1983 by Electronic Arts
Archon: The Light and the Dark war ein Spiel, das 1983 für den Atari 8-Bit entwickelt wurde und eine einzigartige Mischung aus Strategie und Action bot. Das Konzept, klassische Schach-Mechaniken mit dynamischen Echtzeitkämpfen zu kombinieren, machte das Spiel zu einem Vorreiter in der Videospielbranche. Hinter dem Projekt stand das talentierte Team von Free Fall Associates, gegründet von Anne Westfall, Jon Freeman und Paul Reiche III. Gemeinsam schufen sie ein Spiel, das sich in vielerlei Hinsicht von anderen Titeln seiner Zeit unterschied.
Die Inspiration für Archon kam aus der Idee, ein Spiel mit strategischer Tiefe zu schaffen, das zugleich aufregend und interaktiv war. Jon Freeman erklärte: „Schach war immer faszinierend, aber wir fragten uns: Was wäre, wenn die Kämpfe zwischen den Figuren nicht nur symbolisch wären, sondern tatsächlich ausgetragen würden?“ Dieses zentrale Konzept führte zur Entwicklung eines Spiels, bei dem jede Einheit einzigartige Fähigkeiten hatte und der Sieg nicht nur von taktischen Entscheidungen, sondern auch von den Reflexen des Spielers abhing.
Das Spielfeld von Archon ähnelte auf den ersten Blick einem Schachbrett, wurde jedoch durch eine dynamische Mechanik bereichert: Die Farbe der Felder änderte sich im Verlauf des Spiels, was die Machtbalance zwischen den beiden Fraktionen – Licht und Dunkelheit – beeinflusste. Diese Mechanik sorgte dafür, dass Spieler ihre Strategien ständig anpassen mussten. Paul Reiche III, der maßgeblich für das Spieldesign verantwortlich war, erklärte: „Die wechselnden Felder sollten das Gefühl eines lebendigen Schlachtfelds vermitteln, das sich verändert und auf die Aktionen der Spieler reagiert.“
Jede Figur im Spiel hatte ihre eigene Persönlichkeit und besondere Fähigkeiten, von magischen Zaubern bis hin zu kraftvollen Nahkampfangriffen. Anne Westfall, die für die technische Umsetzung verantwortlich war, bemerkte: „Es war uns wichtig, dass sich jede Einheit einzigartig anfühlt. Wir wollten, dass die Spieler das Gefühl haben, eine Armee aus Helden zu befehligen, nicht nur Schachfiguren zu verschieben.“
Die Echtzeitkämpfe zwischen den Figuren waren das Herzstück des Spiels und brachten ein Element von Geschicklichkeit und Spannung ein, das in Strategiespielen dieser Ära selten war. Dieser innovative Ansatz wurde von Spielern und Kritikern gleichermaßen gelobt. Archon gewann mehrere Preise und wurde für seine kreative Kombination aus Strategie und Action gefeiert. Kritiker beschrieben es als „das beste Schachspiel, das kein Schachspiel ist“ und hoben die strategische Tiefe sowie die dynamischen Kämpfe hervor.
In kommerzieller Hinsicht war Archon ein Erfolg, insbesondere auf dem Atari 8-Bit und später auf anderen Plattformen wie dem Commodore 64 und dem Apple II. Die Verkaufszahlen wurden auf über 250.000 Einheiten geschätzt – eine beeindruckende Zahl für ein Spiel dieser Ära. Der Erfolg von Archon inspirierte eine Fortsetzung, Archon II: Adept, die 1984 veröffentlicht wurde, sowie zahlreiche Hommagen und Nachahmungen in den folgenden Jahrzehnten.
Rückblickend bleibt Archon ein Meilenstein in der Geschichte der Videospiele. Jon Freeman fasste den Einfluss des Spiels einmal zusammen: „Archon war unser Versuch, das Potenzial von Videospielen zu erweitern. Es war ein Experiment, das bewies, dass Kreativität und Mut, neue Wege zu gehen, belohnt werden können.“ Dieses Vermächtnis macht Archon auch heute noch zu einem Klassiker, der Spieler und Entwickler gleichermaßen inspiriert.









Arkanoid 2: Revenge of Doh wurde 1987 von Taito veröffentlicht und setzte den Erfolg des ursprünglichen Arkanoid fort, das als eine moderne Weiterentwicklung von Atari’s Breakout gilt. Die Entstehung des Spiels basierte auf dem Wunsch, das klassische Gameplay des Vorgängers beizubehalten und durch neue Mechaniken, Herausforderungen und visuelle Verbesserungen zu erweitern. Die Entwickler standen vor der Aufgabe, eine Balance zwischen Nostalgie und Innovation zu finden, was sich als eine der größten Herausforderungen herausstellte. Laut einem der Entwickler, Akira Fujita, war es essenziell, „den Kern von Arkanoid zu bewahren, während wir den Spielern das Gefühl gaben, etwas Neues und Aufregendes zu erleben.“









Versetzen wir uns doch einfach mal in die Kindheit zurück. Es existierten nur wenige Dinge, die den heranwachsenden Stolz der Familie zu einem Superkind der Nachbarschaft verwandeln konnte. Dazu gehörten ein brauchbarer Computer, eine mächtige Wasserpistole und ein BMX Bike, vorzugsweise mit passender Strecke in der Nähe. Sahen die Eltern von diesem Coolness Spender ab, durfte man zumindest auf Codemasters hoffen, denn 1986 veröffentlichten die Darling Brüder den BMX Simulator. Mit einem kleinen Budget ausgestattet, erschufen sie ein süchtig machendes und innovatives Kleinod, das den Weg für weitere „Simulatoren“ ähnlicher Bauart öffnete.







NARC war ein Arcade-Spiel, das 1988 von Williams Electronics entwickelt und veröffentlicht wurde. Entwickelt von Eugene Jarvis und George Petro, markierte NARC den Beginn einer neuen Ära in der Arcade-Spielgeschichte, sowohl aufgrund seiner technischen Innovationen als auch wegen seiner kontroversen Inhalte. Das Spiel, ein Run-and-Gun-Actionspiel, in dem der Spieler als Mitglied einer Elite-Drogenbekämpfungseinheit gegen kriminelle Organisationen kämpft, setzte Maßstäbe in Grafik, Gameplay und gesellschaftlicher Diskussion.







Die Idee zu Chuck Rock entstand in einer Phase, in der Core Design nach einer Möglichkeit suchte, sich im stark umkämpften Markt der Plattformspiele zu positionieren. Inspiration fand das Team in der Popkultur der Zeit, insbesondere in Filmen wie „Die Croods“ und „Die Feuersteins“, die das prähistorische Leben humoristisch darstellten. Chris Long, einer der Hauptdesigner des Spiels, erklärte: „Wir wollten ein Spiel machen, das lustig und charmant ist, aber gleichzeitig eine Herausforderung bietet. Chuck Rock sollte etwas sein, das Spieler zum Lachen bringt, während sie durch die Level kämpfen.“









